Produktion

Produktiv und umweltbewusst

Im langfristigen Trend zeigt sich: Die Maßnahmen der Uelzena-Gruppe zur Effizienzsteigerung greifen. Verbräuche und Emissionen je Produkteinheit sinken – wenn auch nicht immer kontinuierlich. Die relativen Umweltkennzahlen sind 2017 nahezu konstant geblieben, zum Teil mit nur leichten Abweichungen zum Vorjahr.

Auch 2017 hat die Uelzena-Gruppe eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt, um die Energie- und Ressourceneffizienz sowie die Produktivität zu steigern. Manche Neuerungen haben nur einen kleinen Effekt, andere verändern die Produktion tiefgreifend. Die Bandbreite reicht von der Anschaffung neuer Geräte und Technologien bis hin zur Reorganisation der Arbeit, Kommunikation und Führung in den verschiedenen Abteilungen der Produktion.

Energie und Effizienz

Im Berichtsjahr 2017 optimierte die Uelzena-Gruppe die Nutzung der Abwärme in den Blockheizkraftwerken in Uelzen und Bismark: Neue Abgaswärmetauscher (AWT) wärmen nun das Warmwasser energieeffizient vor. Und das so erwärmte Wasser heizt wiederum die Luft für die Trocknungstürme vor. In Summe wird so zusätzlich ein effizienterer Betrieb der Blockheizkraftwerke erreicht.

Darüber hinaus optimierte die Uelzena-Gruppe die Druckluftstation für das Werk in Uelzen. Der Austausch eines Kompressors brachte eine Erhöhung der Druckluft-Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung mit sich. Zudem werden durch eine bessere Verrohrung Druckverluste minimiert.

Wie im vergangenen Jahr fand auch 2017 eine Zertifizierung nach der Energiemanagement-Norm DIN EN ISO 50001 statt. Für 2018 sind überdies weitere Maßnahmen geplant, die im Berichtszeitraum erarbeitet und konzipiert wurden.

Produktivität der Arbeit

2016 startete die Uelzena-Gruppe in der Produktionsabteilung am Standort Uelzen das kontinuierliche Verbesserungsprogramm „Produktion OK 2025“. 2017 lief die Planung an, um es auch am Standort Bismark einzuführen. Dieses auf mehrere Jahre angelegte Programm konzentriert sich auf die Mitarbeiter und die Führungskräfte, insbesondere auf die Organisation und Kommunikation (OK) von Arbeit. „Produktion OK 2025“ will Mitarbeiter motivieren, sie qualifizieren und eigenverantwortliche, kontinuierliche Verbesserungsprozesse durch die Mitarbeiter anregen.

„Mit der Initiative „Produktion OK 2025“ werden neue Kommunikationsstrukturen geschaffen, die eine Basis für den nachhaltigen Unternehmenserfolg bilden.“

Stefan Lerke, Produktionsleiter, Uelzen

Der Nachhaltigkeitskontext: Warum eine nachhaltige Produktionsstrategie notwendig ist

Die Uelzena-Gruppe produzierte 2017 knapp 232.000 Tonnen Produkte – vorwiegend aus Milch. Der überwiegende Teil der dafür notwendigen elektrischen Energie wird mithilfe von Erdgas in eigenen Blockheizkraftwerken gewonnen. Diese Form der Energieerzeugung ist mit einem Wirkungsgrad von 84 Prozent sehr hoch – im Vergleich dazu schaffen moderne Kohlekraftwerke nur einen Wirkungsgrad von etwa 45 Prozent. Und dennoch: Auch Erdgas ist ein fossiler Energieträger, der Treibhausgas-Emissionen verursacht. Die Uelzena-Gruppe sieht sich in der Verantwortung, so effizient wie möglich mit Energie umzugehen. Im Interesse der Umwelt ist das Unternehmen weiterhin bestrebt, den Frischwasser-Verbrauch zu reduzieren sowie die Abwasser- und Abfallmengen möglichst gering zu halten.

Die Uelzena-Gruppe will die Emissionen und Ressourcenverbräuche durch wirkungsvolle Maßnahmen stetig senken. Was die verschiedenen Maßnahmen leisten, zeigt sich oft erst in der Rückschau nach mehreren Jahren. Dies belegen zum Beispiel der Wasserverbrauch je Produkteinheit, der zwischen 2013 und 2017 gesunken ist, und die Treibhausgasintensität (Energieverbrauch pro Produktionseinheit), die sich zwischen 2013 und 2017 deutlich verbessert hat.  

Unser Management-Ansatz: Produktion

Energie, Wasser, Treibhausgas-Emissionen, Abfälle und Abwässer sind die zentralen Nachhaltigkeitsthemen in der Produktion. Wie die Uelzena-Gruppe mit diesen Themen umgeht, interessiert auch die Stakeholder des Unternehmens. Das sind insbesondere Kunden aus der Lebensmittelindustrie, Mitarbeiter, Behörden und die Mitglieder als Anteilseigner der Uelzena eG.

Die Produktion bearbeitet die relevanten Nachhaltigkeitsthemen aktiv. Die Ziele sind: die Emissionen und den Ressourcenverbrauch je produzierte Tonne kontinuierlich zu senken und zugleich die Produktivität zu steigern. Um diese Ziele zu erreichen, werden verschiedene Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.

 

Unsere nachhaltige Produktionsstrategie – Ziele und Maßnahmen im Überblick

Produktion und Umwelt

  • Die Uelzena-Gruppe will die Emissionen unerwünschter Stoffe in die Umwelt je produzierte Tonne senken. Mit diesen Emissionen sind sowohl Treibhausgase als auch Abwässer und Abfälle gemeint.
  • Der Verbrauch an natürlichen Ressourcen wie Frischwasser oder Gas je produzierte Tonne soll stetig verringert werden.
  • Die Produktivität soll weiterhin gesteigert werden.

Energie und Klima

  • Einige Beispiele für umgesetzte Maßnahmen, mit denen die Energieeffizienz gesteigert wird: neue Wärmerückgewinnungssysteme, Elektromotoren, LED-Beleuchtung.
  • Blockheizkraftwerke in Uelzen und Bismark, mit denen hocheffizient Wärme, Dampf und Strom für den Eigenverbrauch erzeugt wird. Der Wirkungsgrad liegt jeweils bei 84 Prozent, das sind 14 Prozent mehr als der Gesetzgeber für diese Kraftwerke vorgibt. Und es fallen sogar Stromüberschüsse an, die gegen Entgelt in das öffentliche Netz eingespeist werden.
  • Mit dem zertifizierten Energiemanagement nach ISO 50001 verbessert die Uelzena-Gruppe an allen Standorten laufend ihre Energieeffizienz.

Abwässer und Wasser

  • Die Produktion nutzt Wasser mehrfach, unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften. Selbst das Dampfkondensat wird zur erneuten Dampferzeugung eingesetzt.
  • Am Standort in Warmsen reinigt eine eigene Vollkläranlage das Abwasser des Werks. Es erreicht Flusswasser-Qualität.
  • An den anderen Standorten werden die Abwässer an lokale kommunale Kläranlagen abgegeben. Sowohl die Abwassermenge als auch die Abwasserbelastung wird durch einen Management-Prozess mittels werksseitiger Maßnahmen stetig weiter optimiert.

Abfälle

  • Die Uelzena-Gruppe trennt Abfälle und recycelt wiederverwertbare Materialien wie Papier, Holz und Kunststoffe.
  • Zudem werden Abfälle so weit wie möglich im Vorfeld von Lieferungen vermieden, etwa durch Absprachen mit Lieferanten.

Produktivität

Einführung eines auf mehrere Jahre angelegten Verbesserungsprogramms in der Produktion. Dieses Programm heißt „Produktion OK 2025“ und ist auf Arbeits- und Kommunikationsprozesse sowie auf die Organisation der Zusammenarbeit fokussiert. Ziele: Die Motivation und Kompetenzen der Mitarbeiter zu steigern und kontinuierliche Verbesserungsprozesse anzuregen. In Uelzen fand die Einführung 2016 statt, Bismark folgte 2017.

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