Statement des CEO

2020 – Ein Jahr hinterlässt Spuren

Das Jahr 2020 wurde maßgeblich durch die Corona-Pandemie beeinflusst. Waren unsere Ziele zu Jahresbeginn nach dem erfolgreichen Vorjahr noch hochgesteckt, lagen die Hauptgeschäftsfelder schon im ersten Quartal hinter dieser ambitionierten Planung zurück. Mit Beginn des Lockdowns in Deutschland und weiten Teilen Europas wurde deutlich, dass diese uneinholbar für das weitere Jahr sein würden. Das Geschäftsjahr konnte nicht zufriedenstellend abgeschlossen werden und hinterließ infolgedessen bei Milcherzeugern der Uelzena-Gruppe eine zu geringe Milchgeldauszahlung, die hinter den Erwartungen zurückblieb.

Die Milcherzeuger hatten weiterhin mit erschwerten Bedingungen in der Landwirtschaft im Allgemeinen und auf den Milchviehbetrieben im Besonderen zu kämpfen. Im Krisenjahr waren es aber auch die heimischen Landwirte, deren Produkte bei den sogenannten Hamsterkäufen vermehrt von den Verbrauchern nachgefragt wurden. Ein ganzer Berufszweig konnte wieder in den Fokus rücken. Um diesen Trend aufzunehmen und noch zu verstärken, hat sich Uelzena an der Gründung der „Initiative Milch“ beteiligt. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Milchverarbeitern, Landesvereinigungen und Verbänden mit der Aufgabe, dem Lebensmittel Milch wieder einen Mehrwert zu geben.

Das herausfordernde Geschäftsjahr war geprägt von schnellen Anpassungen und Lösungen unter dem Eindruck der Pandemie, ohne die strategischen und langfristigen Ziele aus dem Blick zu verlieren. So konnte die geplante neue Sprühtrocknungsanlage in den Bau gehen. Diese und weitere zukunftsrelevante Investitionen und Instandhaltungen tragen maßgeblich zu einer effizienteren und umweltschonenderen Verarbeitung und Produktion bei. Des Weiteren wurde auch bei der Beschaffung von Rohstoffen aus kritischen Erzeugerländern, bei Verpackungsmaterialien und im Bereich der Produktpalette fortlaufend an zukunftsfähigen Lösungen gearbeitet.

Um den Nachhaltigkeitsprozess auch auf Seiten der Erzeuger weiter zu befördern, wurde in 2020 die zweite Befragungsrunde für das QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch angestoßen. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich bis April 2021, so dass zum Ende des Berichtsjahres noch keine Ergebnisse vorlagen. Die hohe Beteiligungsquote der Milcherzeuger an der Befragung verdeutlicht, dass das Thema Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil des Alltags auf den landwirtschaftlichen Betrieben ist. Um die Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu senken, wurde von der Uelzena ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, welches sich mit der Klimabilanz der Milcherzeugung befasst. Zudem werden Stellschrauben aufgezeigt, mit denen sich der bereits gute CO2-Fußabdruck der Uelzena-Milch noch weiter verringern lässt.

Das Jahr 2020 war ein schwieriges Jahr – und es hat Spuren hinterlassen. Dennoch hat das Jahr auch erfreuliche Entwicklungen hervorgebracht. So konnte der Betriebsablauf dank der schnellen und kompetenten Umsetzung von Maßnahmen durch unsere Mitarbeitenden an allen Werken gesichert werden. Der Zusammenhalt und das Miteinander der Belegschaft, auch unter veränderten Arbeitsbedingungen, haben dazu beigetragen, dass die Uelzena-Gruppe die Krise erfolgreich bewältigt. 

Das nachhaltige Engagement der Uelzena-Milchlieferanten für das anspruchsvolle Lebensmittel Milch und das Wohl der Milchkühe wird die Zukunft der Uelzena eG langfristig sichern. Verbunden mit der erfolgreichen Basis der Unternehmensgruppe ist es das gemeinsame Ziel, einen wettbewerbsfähigen Milchauszahlungspreis zu erwirtschaften.

Jörn Dwehus
Vorstandvorsitzender der Uelzena eG

Jörn Dwehus

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