Gesellschaftliche und regionale Verantwortung

Partner in den Regionen

Die Uelzena-Gruppe will bewusst die Regionen rund um die vier Werksstandorte stärken. So schafft das Unternehmen wirtschaftliche Perspektiven für seine Partner, Perspektiven für Jugendliche und ein lebenswertes Umfeld für seine Mitarbeiter.

 Die Uelzena-Gruppe ist für ihre Standortregionen traditionell ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als Einkäufer und Abnehmer. Denn den größten Teil der verarbeiteten Rohstoffe kauft das Unternehmen von regionalen Lieferanten. Das betrifft beispielsweise Verpackungsmaterialien und Agrarrohstoffe wie Zucker, vor allem aber den wichtigsten Rohstoff: Milch.

Im Jahr 2018 stammten 85 Prozent der unterschiedlichen Milchrohstoffe aus der Region, das heißt aus einem Radius von 150 Kilometern um die Werksstandorte. Bei Rohmilch waren es sogar 99 Prozent. Innerhalb dieser Einzugsgebiete sind im Berichtsjahr zahlreiche Milcherzeuger zu neuen Lieferanten der Uelzena-Mitglieder geworden. 2017 kam die Rohmilch noch von 760 Höfen, 2018 dagegen fuhren die Tankwagen zu 830 regionalen Betrieben, um die frische Milch abzuholen. Damit bleibt insgesamt ein noch größerer Teil des Einkaufswerts in den vorwiegend ländlichen Regionen. Die gute Regionalquote bei Milchrohstoffen sorgte in der Gesamtbetrachtung auch für einen kräftigen Anstieg beim Wertanteil aller regionaler Lieferanten der Uelzena-Gruppe. Dieser stieg von 77 Prozent auf 82 Prozent.

Gute Quote für Dienstleistungen trotz Anlagenbau

Bei Dienstleistungen liegt die Quote nicht so hoch. Der Grund ist einfach: In diesen Bereich fallen Positionen, für die es weniger passende Anbieter im 50-Kilometer-Umkreis gibt. Dazu zählen vor allem Produktionsanlagen, Bau- und Beratungsdienstleistungen sowie technische Geräte. Von allen eingekauften Dienstleistungen wurden im Jahr 2018 immerhin 17 Prozent von regionalen Betrieben erbracht. Und das obwohl einige der kostenintensiven Investitions- und Bauprojekte das Know-how hochspezialisierter Dienstleister erforderten. Es ist also gelungen, auch bei diesen Baustellen im Rahmen von Ausschreibungen regionale Betriebe und Fachkräfte bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen.

Menschen, die ein Ehrenamt übernehmen, übernehmen damit auch Verantwortung für das soziale Miteinander. Das möchten wir unterstützen, damit die Standort-Regionen durch die Vereine lebendig bleiben.

Karina Bode-Koch, PR-Managerin, Uelzena

 Engagiert für Jugend, Schule und Gemeinschaft

Die Uelzena-Gruppe versteht sich nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als Partner in den Regionen der vier Standorte. Sie hat 2018 verschiedene soziale Projekte unterstützt und engagiert sich dabei vor allem für Kinder und Jugendliche. Im vergangenen Jahr haben die Uelzena eG und ihre Tochterfirmen zum Beispiel die Jugendfeuerwehren an den Werksstandorten sowie Schulen und Sportvereine finanziell gefördert. Zudem engagierten sich die Unternehmen als Kultursponsor, unter anderem beim Stadtfest in Uelzen und bei den Altmarkfestspielen in Bismark.

Das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter zu fördern bleibt Ziel der Uelzena-Gruppe. Wer einen Zuschuss für Projekte im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit erhalten möchte, kann ihn auch weiterhin beantragen. Im Berichtsjahr 2018 wurden allerdings nicht alle Fördergelder ausgeschöpft. Nach einer Optimierung der Projektkommunikation ist die Nachfrage für 2019 bereits deutlich größer.

Ausblick 2019

Bei der nächsten Nachhaltigkeitsberichterstattung ergänzt ein neues Thema dieses Handlungsfeld rund um die regionale Wirtschaftskraft und die Attraktivität der Standorte: ethisch und rechtlich einwandfreies Verhalten (Compliance). Das hat die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit bei der Aktualisierung der Materialitätsanalyse beschlossen. Die Uelzena-Gruppe will als integres Unternehmen agieren und auch bei seinen Geschäftspartnern auf die Einhaltung des Code of Conduct achten. Das Thema Compliance ist in der Uelzena-Gruppe bereits seit Langem verankert und wird zukünftig auch in den strategischen Zielen der Unternehmensgruppe im Handlungsfeld „Gesellschaftliche und regionale Verantwortung“ festgeschrieben.

 
 Nachhaltigkeitskontext: Warum wir eine nachhaltige Regionalstrategie brauchen

Die vier Produktionsstandorte der Uelzena-Gruppe in Uelzen, Ratzeburg, Warmsen und Bismark liegen im Norden Deutschlands. Es sind ländliche Regionen, in denen die Landwirtschaft eine zentrale Rolle spielt. Industrie und Gewerbe sind hingegen unterrepräsentiert, entsprechend schwach ist die Wirtschaftsstruktur. Umso größer ist die Bedeutung von Industriebetrieben wie der Uelzena eG und ihren Tochterunternehmen. Sie sind wichtige Arbeitgeber, Abnehmer von Rohstoffen, Auftraggeber für lokale Dienstleister und Steuerzahler.

Als großer Industriebetrieb in einer strukturschwachen, ländlichen Region ist sich die Uelzena-Gruppe dieser Verantwortung bewusst. Ihren wichtigsten Agrarrohstoff, die Milch, bezieht sie zum Beispiel überwiegend aus der Region, von Höfen in der Nähe ihrer Standorte. Bei der Vergabe von Aufträgen an Dienstleister werden lokale Anbieter bevorzugt. Zusätzlich fördert die Unternehmensgruppe gemeinnützige Projekte, bei denen sich ihre Mitarbeiter engagieren.

 Unser Management-Ansatz: gesellschaftliche und regionale Verantwortung

Die regionale Beschaffung von Agrarrohstoffen, die Beauftragung lokaler Dienstleister und die Berücksichtigung der hiesigen Gemeinschaften sind relevante Nachhaltigkeitstopics. Das interessiert vor allem die Mitglieder, die regionalen Zulieferer und die Dienstleister der Uelzena-Gruppe sowie kommunale Politiker und Behörden. Siehe auch: unsere Stakeholder

Der Ansatz: Die Uelzena-Gruppe bevorzugt nach Möglichkeit regionale Lieferanten und Dienstleister, fördert die Perspektiven von Jugendlichen aus den Regionen und unterstützt die Mitarbeiter bei ihrem ehrenamtlichen Engagement.

 

Unsere nachhaltige Strategie für die Regionen – Ziele und Maßnahmen im Überblick

Regionalentwicklung

  • Die Uelzena-Gruppe bevorzugt regionale Dienstleister und Lieferanten – und fördert so die Milcherzeugung sowie Arbeitsplätze und das Gewerbe in den Regionen.
  • In den Werksregionen werden junge Menschen und ihre Perspektiven gefördert, damit sich mehr von ihnen für ein Leben in ihrer Heimat entscheiden – vielleicht sogar für eine Karriere in Uelzen, Warmsen, Ratzeburg oder Bismark.
  • Die Uelzena eG und ihre Tochterunternehmen unterstützen das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter. So soll dazu beigetragen werden, dass in den Regionen ein vielfältiges Vereinsleben entsteht und erhalten bleibt.

 

Höhere regionale Wertschöpfung

Agrarrohstoffe und Halbfertigwaren: Die Uelzena-Gruppe nimmt den regionalen Mitgliedsmolkereien die Milchrohstoffe wie Sahne, Konzentrate oder Rohmilch garantiert ab und zahlt ihnen einen wettbewerbsfähigen Milchpreis. Diese Milchrohstoffe stammen zu einem sehr großen Anteil aus regionaler Erfassung, also aus den norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Für Milchrohstoffe wie Rohmilch oder Rahm wurde ein 150-Kilometer-Radius um die Produktionsstandorte als regionaler Bezugsrahmen gewählt. Auf diese Weise unterstützen die Uelzena eG und ihre Tochterunternehmen lokale Landwirte, sorgen für Einkommen im ländlichen Raum und stärken die ländliche Wertschöpfung in den Erfassungsregionen. Nicht-Milch-Rohstoffe und Halbfertigwaren werden als regional betrachtet, wenn sie aus Deutschland stammen. Zucker zum Beispiel beziehen die Einkäufer von deutschen Raffinerien, die ausschließlich heimische Zuckerrüben verarbeiten. Siehe auch: unsere Lieferkette.

Dienstleistungen: Die Uelzena-Gruppe bevorzugt – bei gleichem Preis-Leistungs-Verhältnis – bewusst regionale Dienstleister, die jeweils in einem Umkreis von 50 Kilometern um einen der Werksstandorte herum ansässig sind. Dazu gehören zum Beispiel Handwerksbetriebe und Transportfirmen. So sollen Gewerbe und Arbeitsplätze in den Regionen unterstützt werden.

Jugendförderung

Die Uelzena eG und ihre Tochterunternehmen unterstützen vielversprechende Projekte der Jugendarbeit, Schülerprojekte und Eigeninitiativen, begleiten Schulen als Bildungspate und beteiligen sich an Aktionen zur Berufsorientierung sowie an Kooperationen zwischen Schulen und der regionalen Wirtschaft. 2016 wurden zum Beispiel die Jugendzentren in Uelzen, Bismark, Ratzeburg und Warmsen gefördert, 2017 verschiedene Jugendsportvereine und 2018 die Jugendfeuerwehren an den Werksstandorten.

Höhere regionale Lebensqualität

Die Uelzena-Gruppe begrüßt und fördert das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter, wenn es sich um eine regelmäßige und unentgeltliche Tätigkeit für eine gemeinwohlorientierte Einrichtung handelt. Ein vielfältiges Angebot von Sportvereinen und anderen Sozial- und Kultureinrichtungen in den Regionen ist ein Plus an Lebensqualität für alle – und die Regionen werden attraktiver für junge Menschen. Dafür wird die Arbeitszeit unserer Mitarbeiter auf Wunsch und nach Möglichkeit flexibel gestaltet. Zusätzlich können Mitarbeiter eine finanzielle Unterstützung für die gemeinnützigen Einrichtungen beantragen, für die sie tätig sind. Bislang wird rund die Hälfte des Förderbudgets ausgeschöpft.

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