Produkte

Nachhaltige Rohstoffe im Fokus

Im Berichtsjahr wurde nicht nur die Rohstoffbasis ausgebaut und die Produktvielfalt um innovative Lösungen erweitert, sondern auch wichtige Nachhaltigkeitsthemen vorangetrieben. Durch eine zweite Befragung im Rahmen des QM-Nachhaltigkeitsmoduls Milch hat Uelzena den ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz in der Milcherzeugung konsequent weiterverfolgt. Auch bei der Beschaffung von Rohstoffen aus kritischen Erzeugerländern und im Verpackungsbereich wurde fortlaufend an zukunftsfähigen Lösungen gearbeitet.  

 Turbulente Absatzmärkte

Während sich viele Verbraucher mit „Hamsterkäufen“ im Lebensmitteleinzelhandel weit über den notwenigen Bedarf hinaus eindeckten, brachen im Bereich der Instantgetränke die Absätze dramatisch ein. Als eines der Hauptgeschäftsfelder war diese Sparte über viele Jahre ein Ergebnisgarant. Auch im Bereich der Butter-Absätze waren mit dem Stillstand des Gastgewerbes und der Tourismusbranche Kleinverpackungen nicht mehr nachgefragt. Ebenso wurden diätische Produkte während des Lockdowns weniger geordert. Somit resultierte das Berichtsjahr 2020 in Absatzrückgängen in nahezu allen Bereichen. Insgesamt ist ein Rückgang des Absatzes von sieben Prozent zu verzeichnen.

Nachhaltige Milcherzeugung

Die Einbindung von Nachhaltigkeitsaspekten in Bezug auf den Hauptrohstoff Milch hat für die Uelzena als milchverarbeitendes Unternehmen einen besonders hohen Stellenwert. In 2020 ist die Menge der angelieferten Rohmilch weiter um knapp sieben Prozent auf insgesamt 687 Millionen Kilogramm angestiegen. 76 Prozent dieser Milch ist VLOG-zertifiziert. Das bedeutet, dass bei der Fütterung der Kühe auf gentechnisch veränderte Futtermittel verzichtet wird. Für die Erhebung von Nachhaltigkeitsaspekten auf Ebene der Milcherzeugung bietet das QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch eine praxisnahe Methodik. Hierbei wird mit Kriterien aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Tierwohl ein breiter Ansatz verfolgt. Uelzena beteiligt sich seit Beginn an dieser Branchenlösung. Eine zweite Befragungsrunde wurde im Berichtsjahr mit dem Ziel angestoßen, sich auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam weiterzuentwickeln. Darüber hinaus wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das sich mit dem CO2-Fußabfruck der Milch beschäftigt. Ziel ist es, einen Überblick über Treibhausgasemissionen aus der Milcherzeugung zu gewinnen und mögliche Stellschrauben zu deren Reduktion zu erarbeiten.

.Produktvielfalt erweitert

Die Uelzena-Gruppe treibt Produktentwicklungen voran und entwickelt innovative Produktlösungen für ihre Kunden. Dabei werden auch immer wieder aktuelle Trends aufgegriffen. So zum Beispiel zur Ergänzung des milchbezogenen Sortiments im Bereich Instantgetränke. Mit dem Angebot eines auf Hafer basierenden Topping-Pulvers und eines rein pflanzlichen Kakaos bietet der Bereich Instantgetränke seinen Kunden nun die Möglichkeit, den erfolgreichen Zugang im wachsenden Markt der veganen Vending-Welt zu realisieren. Zudem wurde die Produktpalette um Getränkepulver aus hochwertigen Rohstoffen in Bio- und Fairtrade-Qualität erweitert. Auch im Bereich der gezuckerten Kondensmilch ist Uelzena auf sich verändernde Kundenansprüche eingegangen und hat das Sortiment dementsprechend ausgebaut. Für Bio-zertifizierte gezuckerte Kondensmilch ist der Standort Warmsen derzeit Pionier im Markt, ebenso für Fairtrade-lizenzierte Kondensmilch. Beim Einsatz von Pflanzenfetten in neuen Rezepturen ist die Beschaffung nachhaltig erzeugter Rohstoffe ein besonders wichtiges Kriterium – daher wird hier beispielsweise nachhaltig zertifiziertes Palmfett eingesetzt.

Menschenrechte im Fokus der Beschaffung

Die bei Uelzena eingesetzten Rohstoffe sind nicht nur aus heimischen Regionen, sondern Rohstoffe wie bspw. Kakao oder Kaffee haben ihren Ursprung ebenfalls in sogenannten kritischen Ländern (BSCI-Risikobewertung). Um die Einhaltung der Arbeits- und Menschenrechte zu gewährleisten, wird von den Lieferanten eingefordert, dass sie die Vorgaben der Ethical Trading Initiative beachten. Im Berichtsjahr konnten darüber hinaus knapp 50 Prozent der Lieferanten aus kritischen Erzeugerländern Zertifizierungen wie SEDEX, BSCI, TFS, SA8000 oder Fairtrade vorweisen. Da einige Kunden feste Partnerschaften mit Lieferanten pflegen oder funktionale Vorgaben die Wahl der Lieferanten einschränken, ist der Einfluss auf einen weiteren Ausbau zunächst begrenzt.

Mit den geschilderten Maßnahmen schaffen wir wichtige Voraussetzungen für die Zukunft unseres Unternehmens. Auch im Hinblick auf das verabschiedete Lieferkettengesetz werden wir unser Handeln hierhingehend sukzessive weiter ausbauen, um unserer Gesamtverantwortung auch zukünftig gerecht werden zu können.

Sandra Gellert, Leitung Zentraleinkauf, Uelzena

Verpackungen mit Zukunft

Da vor allem im Bereich der Instantgetränke das Bewusstsein für nachhaltige Verpackungslösungen wächst, möchte Uelzena ihren Kunden auch in diesen Belangen als kompetenter Partner unterstützen. Aus diesem Grund beschäftigt sich das Unternehmen seit geraumer Zeit intensiv mit Aspekten wie Umweltfreundlichkeit und Recyclingfähigkeit der Verpackungen. Dafür sondierte die Uelzena-Gruppe die unterschiedlichsten Möglichkeiten, um zukunftsfähige Lösungen auf den Weg zu bringen. Im Instantgetränkebereich arbeitet man nun bereits mit einer alufreien Verbundfolie, die die Produktqualität nicht beeinträchtigt. Weitere Lösungsmöglichkeiten werden hier weiter sondiert. Zudem wurde durch eine Investition in neues Technikequipment die Möglichkeit geschaffen, die zum Einsatz kommenden Dosen mit einem Kartonboden – neben der Möglichkeit des Weißblechbodens – zu verschließen und damit die Recyclingfähigkeit deutlich zu erhöhen.

 
Ausblick 2021

Im Jahr 2021 wird sich Uelzena weiterhin intensiv mit der nachhaltigen Beschaffung von Rohstoffen und der Entwicklung von umweltfreundlichen Verpackungslösungen befassen sowie kontinuierlich an Produktinnovationen arbeiten. Die Ergebnisse aus dem QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch werden dafür genutzt, gemeinsam mit den Milcherzeugern einen Verbesserungs- und Lernprozess anzustoßen. Auch das Thema klimaschonende Milcherzeugung wird auf Basis der Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt weiterverfolgt. Ein hoher Stellenwert wird auch dem neuen Lieferkettengesetz eingeräumt. Zwar ist das Gesetz aufgrund der Unternehmensgröße vorerst nicht für die Uelzena-Gruppe gültig, jedoch sind durch die bisherigen Maßnahmen für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten bereits erste Weichen gestellt.

 
 Nachhaltigkeitskontext: Warum eine nachhaltige Produktstrategie notwendig ist

Die moderne Herstellung von Lebensmitteln ist stark arbeitsteilig und umfasst mehrere Stufen. In der Mitte dieses Prozesses steht die Weiterverarbeitung von Agrarrohstoffen zu Zwischenprodukten und Zutaten. Das ist die Kernkompetenz der Uelzena-Gruppe und ihrer Tochterunternehmen. 2020 bezog die Gruppe knapp 750.000 Tonnen Milchrohstoffe. Hinzu kommen noch weitere Agrarrohstoffe wie Zucker oder Kakao.
Aus all diesen Rohstoffen stellen die Werke in Uelzen, Ratzeburg, Bismark und Warmsen überwiegend Zwischenprodukte und Zutaten her. Abnehmer sind die Industrie, das Gewerbe und der Handel der Lebensmittelbranche. Darüber hinaus produziert die Uelzena-Gruppe sowohl Produkte für den Endverbraucher (zum Beispiel Butaris) als auch genussfertige Produkte im Auftrag von Kunden (Private Label).
Der Uelzena-Gruppe ist bewusst, dass sie in dieser Doppelfunktion einerseits als Abnehmer von Agrarrohstoffen und andererseits als Weiterverarbeiter eine mehrfache Verantwortung hat:

  • für die Gesundheit der Verbraucher, die hochwertige und sichere Lebensmittel kaufen wollen
  • für die wirtschaftliche Existenz der Landwirte, die auf eine zuverlässige Abnahme ihrer Agrarrohstoffe angewiesen sind
  • für die Umwelt und das Wohl der Nutztiere
  • für die Achtung der Menschenrechte, was vor allem bei Agrarrohstoffen ein Thema ist, die aus außereuropäischen Ländern bezogen werden.

Hochwertige und sichere Produkte sowie eine zuverlässige Abnahme von Agrarrohstoffen sind traditionell wichtige Themen bei der Uelzena-Gruppe, die seit jeher im Unternehmen bewusst gemanagt werden.

 Unser Management-Ansatz: Produkte

Das Handlungsfeld Produkte umfasst verschiedene Themen zur Nachhaltigkeit, die für die Stakeholder der Uelzena-Gruppe wichtig sind. Kunden, Mitglieder und Lieferanten interessieren sich beispielsweise für eine nachhaltige und sichere Beschaffung, die Kundengesundheit, eine Kennzeichnung von Produkten sowie die strategische Ausrichtung auf Wachstumsmärkte.

Mit verschiedenen strategischen Zielen und darauf abgestimmten Maßnahmen will die Uelzena-Gruppe das erreichte Niveau halten und gegebenenfalls verbessern. Sie forciert dabei einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess, etwa indem sie schrittweise mögliche Nachhaltigkeitsrisiken in den Lieferketten aufspürt. Bei den Milchrohstoffen wird die Basis beispielsweise mit dem QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch gelegt. In einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Daten erhoben und analysiert sowie Schwachstellen identifiziert, um schließlich Ziele und Maßnahmen zu entwickeln. Gesamtziel: die stetige Verbesserung hin zu einer nachhaltigen Milcherzeugung. Außerdem baut die Uelzena-Gruppe ein nachhaltiges Lieferketten-Management für wichtige Nicht-Milch-Rohstoffe wie Kakao, Zucker und Kaffeeweißer auf.

 

Unsere nachhaltige Produktstrategie – Ziele und Maßnahmen im Überblick

Produktziele

  • Die Uelzena-Gruppe strebt an, die Wertschöpfung aller angebotenen Produktgruppen weiter zu verbessern.
  • Die Herstellung von sicheren und zuverlässigen Produkten soll dauerhaft gewährleistet werden.
  • Das Angebot nachhaltig beschaffter Rohstoffe und Materialien soll ausgebaut werden. Die Uelzena-Gruppe orientiert sich an den steigenden Anforderungen der Kunden im Bereich der Nachhaltigkeit.

Qualität

  • Das prozessorientierte Qualitätsmanagement begleitet systematisch sämtliche Abläufe, prüft sie auf Fehler und achtet auf die Einhaltung von Produktvorgaben.
  • Die Uelzena-Gruppe hat die wichtigsten Zertifizierungen: ISO 9001/2015, IFS Food (Higher Level), BRC (British Retail Consortium), Fairtrade, Rainforest Alliance, EU-Öko-Verordnung, Koscher und Halal auf Anfrage.
  • Der chemisch-physikalische Standard der unternehmenseigenen Labore gilt als High End und umfasst spezielle Untersuchungsverfahren, etwa zur Partikelstruktur. Die Labore sind zertifiziert nach ISO 17025.
  • Für alle Rohstoffe, Zwischenprodukte und Fertigwaren existieren risikobasierte Prüfpläne, in denen die Probenahmen festgeschrieben sind. Dieses Verfahren stellt sicher, dass die vereinbarten mikrobiologischen, chemisch-physikalischen und sensorischen Produkteigenschaften und Qualitätsparameter eingehalten werden.
  • Das HACCP-Management umfasst unter anderem ein Allergen-Management, die EDV-gestützte Instandhaltung und Wartung, ein Fremdkörper-Management, ein Hygienekonzept (Zonen und Vorschriften) und die Schädlingsprophylaxe.
  • Die Kontrolle der Lieferanten erfolgt durch Einholen verschiedener Auskünfte, Besuche vor Ort sowie Lieferanten-Audits. Zu jedem Rohstoff müssen entsprechende Rohstoffspezifikationen vorliegen. Zudem stellt die Uelzena-Gruppe ihre milchbasierten Zutaten und Produkte ausschließlich aus Milchrohstoffen her, die aus Deutschland oder der Europäischen Union stammen.
  • Risikotechnologien wie Gentechnik, Nanotechnologie oder Bestrahlung sind grundsätzlich ausgeschlossen.
  • Packmittel, Packhilfsmittel und Bedarfsgegenstände entsprechen den deutschen und europäischen Vorschriften. Zusätzlich liegen von den Lieferanten entsprechende lebensmittelrechtliche Unbedenklichkeitserklärungen gemäß VO (EG) 1935/2004 und VO (EG) 10/2011 vor.
  • Um die hohen Qualitäts- und Hygienestandards der Uelzena-Gruppe noch weiter zu verbessern, wurde am Standort Uelzen eine neue automatische Warentransportbrücke zwischen dem Lager und der Produktion eingerichtet. Durch die Umpalettierung auf Kunststoffpaletten verringern sich nochmals Umwelteinflüsse sowie die Gefahr des Eindringens von Fremdkörpern (etwa Holzsplittern) und externer Verschmutzung in die Produktion. Auch das Schleusenkonzept wurde erweitert. Auf diese Weise lassen sich die verschiedenen Produktströme noch besser voneinander trennen. So können deklarationspflichtige Allergene wie Milchpulver nicht in andere Produkte (etwa Hefe) gelangen.

Nachhaltige Beschaffung

  • Die Uelzena-Gruppe kontrolliert ihre Lieferanten risikobasiert. Sollten Angaben auffällig sein, behalten sich unsere Einkäufer vor, sie durch Auditoren direkt in den Betrieben der Zulieferer überprüfen zu lassen.
  • Seit 2016 entwickelt die Uelzena-Gruppe nach und nach ein nachhaltiges Beschaffungsmanagement. Es wurden alle Beschaffungsmaterialien analysiert und auf dieser Basis die künftigen strategischen Prioritäten festgelegt. Die wichtigsten Agrarrohstoffe sind: Milchrohstoffe, Zucker, Kakao und Kaffeeweißer. Für diese Stoffe wurde ein Management-Ansatz entwickelt und verabschiedet, der mehrere Stufen umfasst: Analyse potenzieller Nachhaltigkeitsrisiken, Lieferantendialoge, Festlegen von Anforderungen und risikobasiertes Prüfen, ob die Anforderungen erfüllt werden.

Nachhaltige Beschaffung: Milchrohstoffe

  • Die Milchrohstoffe stammen mit einem Mengenanteil von 94 Prozent (Stand 2020) aus regionaler Erfassung. Die landwirtschaftlichen Betriebe, von denen die Milch stammt, sind nicht weiter als 150 Kilometer von den Uelzena-Werken entfernt.
  • Voraussetzung für die Milchanlieferung ist die Erfüllung des bundeseinheitlichen Standards zur Milcherzeugung QM-Milch. Dieser dient der Qualitätssicherung auf der Ebene der Milcherzeugung und beinhaltet 69 Kriterien. Neben dem Hygienemanagement gibt es auch Kriterien für eine artgerechte Tierhaltung, den verantwortungsbewussten Umgang mit Tierarzneimitteln, das betriebliche Umfeld und Futtermittelsicherheit. Die Auditierungen und Zertifizierungen der milchviehhaltenden Betriebe finden in regelmäßigen Abständen vor Ort statt.
  • Seit 2017 werden per Befragung Daten zur Nachhaltigkeit der Milcherzeugung erhoben. Grundlage dieser Befragung auf Hofebene ist das QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch (Thünen Institut, QM Milch e.V.), ein wissenschaftlich entwickelter Fragenkatalog mit mehr als 80 ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und tierwohlbezogenen Kriterien. Mitte 2020 startet die zweite Projektphase, an der auch die Uelzena-Gruppe wieder als Praxispartner teilnimmt. Siehe auch: Nachhaltigkeitsmodul Milch
  • Milcherzeuger, die gentechnikfreie Milch nach VLOG-Standard erzeugen, müssen eine entsprechende Zertifizierung vorweisen. Eine „Ohne Gentechnik“-Zertifizierung bedeutet, dass Lebensmittel weder selbst genetisch veränderte Organismen (GVO) sein noch diese enthalten oder daraus hergestellt werden dürfen. Zudem dürfen bei der Produktion keine durch Gentechnik hergestellten Komponenten verwendet worden sein. Bei tierischen Lebensmitteln wie zum Beispiel Milch oder Käse gilt außerdem, dass sie nur dann als „ohne Gentechnik“ zertifiziert sind, wenn die Tiere nicht mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. Kontrollen und Futteranalysen finden risikobasiert mindestens alle drei Jahre auf den Höfen statt.

Nachhaltige Beschaffung: Arbeits- und Menschenrechte

  • Kunden der Uelzena-Gruppe sollen bei Nicht-Milch-Rohstoffen wählen können, ob sie für die Herstellung ihrer Produkte konventionelle oder nachhaltige Nicht-Milch-Rohstoffe wie Kakao verwenden möchten. Nachhaltige Rohstoffe entsprechen international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards wie Fairtrade, Rainforest Alliance und Bio.
  • Die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten hat für die Uelzena-Gruppe hohe Priorität und wurde im Verhaltenskodex des Unternehmens festgeschrieben. Daher fordert die Uelzena-Gruppe von ihren Zulieferern Transparenz ein, wenn diese Rohstoffe aus sensiblen Erzeugerländern in Asien, Afrika oder Südamerika verkaufen. Die Einkäufer der Uelzena-Gruppe lassen sich von den direkten Zulieferern in Europa, bei denen es sich in den meisten Fällen um Zwischenhändler oder Weiterverarbeiter handelt, per Selbstauskunft bestätigen, dass die Unternehmen die Menschen- und Arbeitnehmerrechte nach den Vorgaben der Ethical Trading Initiative (ETI) beachten. 2020 erfüllten knapp 50 Prozent der Lieferanten aus diesen Regionen nicht nur die Anforderungen der ETI, sondern waren darüber hinaus nach weiteren Standards wie SEDEX, BSCI, TFS, SA8000 oder Fairtrade auditiert. Die erforderlichen Informationen und Dokumente übermitteln neue Zulieferer über ein Online-Lieferantenportal. Nach und nach sollen auch die Lieferanten der Lieferanten einbezogen werden – entlang der Lieferkette bis zum Ursprung. Mit der Weiterentwicklung des nachhaltigen Beschaffungsmanagements werden gegebenenfalls weitere Nachhaltigkeitsaspekte bei den Zulieferern abgefragt.
  • Die Uelzena-Gruppe ist Mitglied bei SEDEX, einer Datenplattform, auf der Unternehmen Informationen zu den Ergebnissen aus SMETA-Audits teilen. SMETA ist ein ethikbasiertes Audit-Format, das über die vier von SEDEX definierten Bereiche informiert: Arbeit, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt sowie Geschäftsethik. Auch die Uelzena-Gruppe lässt sich seit einigen Jahren auditieren und kann somit ihren Kunden ein SMETA-4-Zertifikat vorlegen, das die Einhaltung von ethischen, arbeits- und umweltbezogenen Standards bestätigt.

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