Nachhaltigkeits-Berichterstattung für 2017

Bericht und Unternehmen im Wandel

2017 ist bereits unser viertes Berichtsjahr. Wichtige Meilensteine sind auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Unternehmen erreicht. Zugleich liegen noch wichtige Aufgaben vor uns. Dazu zählen zum Beispiel die stetige Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistungen, die Anpassung an Strategieveränderungen sowie Form und Umfang der Berichterstattung.

Die Menschheit überschreitet bei der Nutzung der vorhandenen Ressourcen vielfach globale ökologische Grenzen, etwa beim Klimawandel, bei der Biodiversität, der Landnutzung oder bei den globalen Phosphor- und Stickstoffkreisläufen. Die Uelzena-Gruppe weiß, dass der Agrarsektor und die Ernährungsindustrie einen Anteil an dieser Entwicklung haben. Beispiel: Laut Umweltbundesamt stammen rund 7,4 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland aus der Landwirtschaft. Diese Emissionen lassen sich naturbedingt nicht auf null senken.

Dennoch: Wenn Deutschland seine Zusagen aus dem Pariser Klimaabkommen einhalten soll, müssen alle Wirtschaftssektoren einen Beitrag leisten. Als Unternehmen der Ernährungsindustrie mit direkter Basis im Agrarsektor will die Uelzena-Gruppe daher im Rahmen der Möglichkeiten alles Notwendige tun, um diesen Wandel zu unterstützen. So investieren wir zum Beispiel jedes Jahr in Energieeffizienz-Maßnahmen.

Transparente Strategie – exklusiv online

Wenn Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit ernst nehmen, ist eine transparente und ehrliche Nachhaltigkeitsberichterstattung unerlässlich. Sie dient der Selbstkontrolle und stößt Denkprozesse an, die in neue Strategien münden. Vor allem aber ist die Berichterstattung wichtig, um die unterschiedlichen Interessengruppen (Stakeholder) über die eigenen Leistungen zu informieren. Diese Informationen bilden dann die Grundlage, auf dem ein Dialog und Austausch stattfinden kann.

Es mag auf den ersten Blick überraschen, dass wir keinen als Magazin gestalteten Nachhaltigkeitsbericht drucken oder als PDF zum Download bereitstellen und stattdessen ausschließlich im Internet berichten. Dafür gibt es gute Gründe. Der Dialog mit den wichtigsten Stakeholdern zur Nutzung des gedruckten Berichts ergab unter anderem, dass die 40 und mehr Seiten bisher nicht im angenommenen Umfang für die Arbeit genutzt wurden. Die Strategie zur Informationsbeschaffung entlang ihrer Lieferketten ist bei diesen Stakeholdern meist eine gezielte Suche oder rekurriert auf eigene, strukturierte Fragebögen (Selbstauskünfte). Um also Ressourcen vielfältiger Art zu sparen, verzichten wir ab diesem Jahr auf eine Druckausgabe.

Neu ist auch: Für den schnellen Überblick gibt es als PDF zum Herunterladen eine komprimierte Berichterstattung in Tabellenform, die sich stark an den Nummern der Disclosures orientiert. Siehe auch: GRI-Index online und als PDF-Datei

Aus GRI-G4 wird GRI Standards

Statt der G4-Richtlinien, die offiziell nur noch bis Juni 2018 erlaubt sind, nutzen wir jetzt die aktuellen „GRI Standards“. In der Hauptsache liegt der Unterschied in einer neuen Codierung des Regelwerks nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten, die sich insbesondere im GRI-Index bemerkbar macht. Auch einige der Bezeichnungen für Schlüsselbegriffe haben sich geändert. Aspekte heißen jetzt Topics, Indikatoren sind nun Disclosures. Darüber hinaus verschieben sich zum Teil die Anordnung und der Zuschnitt der einzelnen Topics und Disclosures.

Wichtig ist zudem, dass laut GRI Standards offiziell die Möglichkeit besteht, „in Anlehnung an GRI“ zu berichten. Unternehmen dürfen somit von den beiden bisher vorgegebenen Berichtsoptionen „Kern“ und „Umfassend“ abweichen und individuell auswählen, welche Informationen sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Von dieser Möglichkeit macht die Uelzena-Gruppe in diesem Jahr Gebrauch. Es gibt zwar zahlreiche Fortschritte bei der Berichterstattung, aber es bleiben einige Auslassungen, weil wir uns auf die Umstellung auf die GRI Standards konzentriert haben. Unser Ziel ist dennoch weiterhin, künftig in Übereinstimmung mit der Kern-Option zu berichten. Darauf arbeiten wir hin.

Geprüfte Zielerreichung als Basis

So erfahren unsere Interessengruppen online auf zahlreichen Seiten unter dem Navigationspunkt „Nachhaltigkeit“ alle GRI-relevanten Topics, Disclosures, Beweggründe, Ziele, Maßnahmen und die aktuellen Kennzahlen. Wie in den Jahren zuvor beachten wir dabei auch die Zusätze für die Lebensmittelindustrie (Food Processing). Darüber hinaus haben wir die GRI Standards um eigene Angaben ergänzt.

Der Hauptteil unserer Berichterstattung orientiert sich weiterhin an den fünf Handlungsfeldern: Unternehmen, Produkte, Produktion, Mitarbeiter und regionale Verantwortung (siehe auch Hauptnavigation). Ebenso bleibt die etablierte Darstellung der Zielerreichung bestehen: Pro Handlungsfeld fassen wir den erreichten Fortschritt in einem Prozentsatz zusammen – kurz, übersichtlich, auf den Punkt.

Transparenz und Verlässlichkeit in der Berichterstattung hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Die quantitativen Ergebnisse und die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele aus unserer internen Strategie 2020 wird zum zweiten Mal von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer kontrolliert und testiert, so wie es der „International Standard on Assurance Engagements ISAE 3000“ vorsieht.

Ausblick

Wir aktualisieren nach vier Jahren Erfahrung nun die Grundlagen unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung: Stakeholder-Analyse, Materialitätsanalyse, Ziele, Management-Ansätze und Maßnahmen. Dabei werden wir sicherlich auch in den Dialog mit Stakeholdern gehen, um unsere Erkenntnisse abzusichern, zu verifizieren und Neues zu erfahren. Stimmt der gewählte Fokus? Was können wir wie besser machen? Wo müssen wir nachjustieren? Das alles sind Fragen, an deren Antworten wir stetig arbeiten – und die auch die Grundlage für unseren Bericht beeinflussen.

Zudem beschäftigt sich die Diskussion innerhalb der Uelzena-Gruppe mit grundsätzlichen Entscheidungen: Bleiben wir bei den fünf Handlungsfeldern oder wählen wir einen völlig neuen Themenzuschnitt? Wie lässt sich die Online-Berichterstattung bestmöglich für alle Stakeholder optimieren?

Wie dieser Veränderungsprozess auch ausgehen wird, eines ist sicher: Die Uelzena-Gruppe bleibt nicht stehen und stellt sich ihrer Verantwortung als ein nachhaltiges Unternehmen der Milchwirtschaft.

Zusatzangaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2017

Berichtsumfang | Kontakt | Informationsstand

Berichtsumfang

Wie in den Jahren zuvor bezieht sich unser Online-Bericht auf die vier Werksstandorte in Uelzen, Bismark, Ratzeburg und Warmsen.

Der Berichtszeitraum erstreckt sich auf das gesamte Geschäftsjahr der Uelzena-Gruppe: vom 1.1.2017 bis zum 31.12.2017.

Alle Seiten des Online-Berichts sind wie das gesamte Angebot auch in englischer Übersetzung verfügbar. 

Kontakt

Fragen und Anregungen zu diesem Nachhaltigkeitsbericht gerne an nachhaltigkeit@uelzena.de. Die vollständigen Kontaktdaten finden Sie im Impressum.

Informationsstand

Veröffentlichung: 29. Juni 2018

Haftungsausschluss | Zukunftsgerichtete Aussagen

Die Daten in diesem Online-Bericht sind mit größter Sorgfalt erhoben worden. Dennoch können wir Fehler nicht gänzlich ausschließen. Sollten Fehler bekannt werden, erfolgt schnellstmöglich eine Aktualisierung der betreffenden Seite.

Die Berichterstattung beinhaltet auch Zukunftsaussagen, die auf Annahmen und den aktuell zur Verfügung stehenden Informationen beruhen. Der künftige Geschäftsverlauf kann jedoch von diesen Prognosen abweichen, weil verschiedene Faktoren nicht unserem Einfluss unterliegen und zu abweichenden Entwicklungen führen können, die am Erscheinungstag nicht vorhersehbar waren. Es erfolgt keine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Korrektur aller getroffenen Aussagen und Prognosen.