GRI-Richtlinien

Reporting-Standard für Nachhaltigkeit

Reporting-Standards entwickeln exakte und einheitliche Kriterien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Organisationen. Kunden, Gesellschafter, Mitarbeiter und Partner können so die Leistungen besser vergleichen und bewerten.

Die GRI-Richtlinien sind der weltweit meistgenutzte Reporting-Standard. Entwickelt wurde er von einer internationalen und unabhängigen Organisation: der Global-Reporting-Initiative. An ihrem Aufbau war unter anderem das Umweltprogramm der Vereinten Nationen beteiligt.

Standards schaffen Maßstäbe

Standards und Richtlinien stellen einheitliche Kriterien für die Berichterstattung auf und erlauben so den Leistungsvergleich. Ein weiterer Vorteil: Durch die konkreten Kriterien wird das theoretische Konzept der Nachhaltigkeit greif- und messbar – und damit für uns als Unternehmen erst praxistauglich, also managementfähig.

Auch wir orientieren uns bei unserer Berichterstattung an den GRI-Richtlinien. Es gäbe zwar alternative Methoden, aber für ein international tätiges Unternehmen wie die Uelzena-Gruppe ist es sinnvoll, den global führenden Standard zu verwenden. So erreichen wir mit unserem Nachhaltigkeitsreporting international möglichst viele Anspruchsgruppen (Stakeholder). Die Berichte sind vergleichbar und bieten so eine echte Orientierungs- sowie Entscheidungshilfe.

Weiterentwicklung von G4 zu „Global Reporting Standard“

Die GRI-Organisation hat seit ihrer Gründung 1997 die Richtlinien immer wieder überarbeitet. Die Uelzena-Gruppe orientiert sich an der aktuellen Version: den G4 Sustainability Reporting Guidelines. Hinzu kommen die Zusatzkriterien, die speziell für die Lebensmittelindustrie entwickelt wurden (Food Processing).

Ende 2016 wurden die G4-Richtlinien überarbeitet und als neuer „Global Reporting Standard“ veröffentlicht. Diese Überarbeitung bedeutet keine grundlegenden Änderungen im Vergleich zu G4. Es handelt sich vielmehr um eine behutsame und punktuelle Weiterentwicklung. Viele Neuerungen zielen darauf ab, die Verständlichkeit zu verbessern, etwa durch eingängigere Namen und eine übersichtlichere Struktur. Mitte 2018 verlieren die G4-Leitlinien ihre Gültigkeit, dann gilt der GRI-Standard.

So ändern sich zum Beispiel die Bezeichnungen. Die GRI-Aspekte (englisch: aspects) heißen nun „topics“, GRI-Indikatoren (englisch: indicators) werden in „disclosures“ umbenannt. Außerdem werden die neuen Themen neuen Kategorien zugeordnet und einzelne „disclosures“ zusammengefasst. Und: Unternehmen dürfen dann auch offziziell nur „In Anlehnung“ an GRI berichten und sich nur auf bestimmte Themenbereiche fokussieren – wenn sie dies kenntlich machen.

Zentrale Bereiche bleiben dagegen gleich: die Grundsätze zur Berichterstattung, der Fokus auf die wesentlichen Themen per Managementansätze und Indikatoren sowie die Berichtsoptionen „Kern“ und „Umfassend“.

Ausblick

Nach drei gedruckt und online veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichten analysieren die Beteiligten der Uelzena-Gruppe unter Einbeziehung der Stakeholder-Feedbacks die bisherigen Arbeiten. Wir überlegen dabei unter anderem, wie wir am besten die relevanten und interessierten Stakeholder über Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit informieren. Ob es bei jährlicher Berichterstattung bleibt, ob es weiterhin einen gedruckten Bericht geben oder zukünftig ausschließlich im Internet unter uelzena.de berichtet wird, war zum Redaktionsschluss noch in der Diskussion.